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Was ist Ko-Operation?

von Heike Fischer

Als soziale Wesen sind wir von Beginn an gewohnt, Interaktionsprozesse zu gestalten. Kontakt, Begegnung, Beziehung. Wir operieren in Bezug auf die eine oder den anderen. Wie gelingt das? Was tun wir da? Welche Voraussetzungen sind es, die das Ko-Operieren zum Erfolg machen?

Wir arbeiten mit dem Korrespondenz-Modell aus der integrativen Therapie und Agogik – ein Modell, das zugleich theoretisch fundiert und darüber hinaus handlungsleitend ist. Wir davon aus, dass es 4 Phasen oder auch 4 Schritte braucht, um erfolgreiche Ko-Operationsprozesse zu gestalten:

Schritt eins ist „Kontakt herstellen“.

Sie können sich sicher vorstellen, dass Kontakt notwendig ist, um generell in einen Austausch zu kommen und damit die Basis für Verständigungsprozesse ist.  Kontakt herstellen beinhaltet ein wechselseitiges in-Verbindung-treten und empathisches Erfassen meines Gegenübers. Ein Vorgang, in dem sich Intersubjektivität realisiert und Annäherung  stattfindet. Eine Art von Nähe also. Ohne diese Nähe entsteht keine Begegnung und diese ist die Voraussetzung für Beziehung und Bindung.

Schritt zwei ist „Konsens“.

Wir müssen versuchen, mit anderen einen Konsens zu erzielen über das was wir wollen, was uns wichtig ist und was wir anstreben. Das kann durchaus auch ein Konsens im Dissens sein. Letztlich geht es darum, sich gemeinsam zu verständigen, aufeinander und miteinander zu antworten, Sinn zu konstituieren, für das, was wir tun. So dass wir wissen, woran wir sind, um was es gehen soll und wo´s lang gehen soll.

Schritt drei heißt „Konzept“

Die Inhalte und Ergebnisse des Konsens-Prozesses finden in Konzepten ihren Niederschlag. Um zu wissen, wie genau wir das erreichen, was wir erreichen wollen, brauchen wir Konzepte sowie Vereinbarungen, die von der Gruppe/Gemeinschaft getragen werden – und damit Grundlage der Ko-Operation werden.

Schritt 4 ist „Ko-Operation“

Wenn wir über das Konzept unseres Miteinanders Einigkeit erzielt haben, kann jede/r Einzelne von uns losmarschieren. Wir können unabhängig voneinander operieren und den bzw. die anderen mitdenken. Ob zu zweit, als Gruppe, zwischen Gruppen bzw. Abteilungen oder Organisationseinheiten bis hin zu …… – Ko-Operation schafft durch erfolgreiches Zusammenwirken Synergie und ermöglicht Ko-Kreation.

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